Reininghaus Jahrgangs Pils

16. Juni 2002, 20:30
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Seit geraumer Zeit bemüht sich die Brau Union darum, beim Image-Erfolg von Wein ein bisschen abzuschauen und dem Hopfentee marketingmäßig auf die Sprünge zu helfen: Man machte sich daran, ähnlich der Wein-Sprache ein Bier-Vokabular zu etablieren; dann versuchte man zu beweisen, dass Bier urgut zu modern-kreativer Küche passt; und der jüngste Streich besteht nun darin, ein Prestige-Bier vorzulegen, dessen Hopfen aus einer einzigen Anbauzone und einem einzigen Jahr kommt - ein "Single Hopyard"-Jahrgangsbier also.

Und zwar aus Leutschach, wo er dem Vernehmen nach besonders gut und aromatisch wird, wobei die zwei Gramm pro Liter das Endprodukt natürlich nur bedingt beeinflussen. Abgesehen davon, so Hopfen-Bauer Gerald Pronegg, sei der Leutschacher Hopfen von Jahr zu Jahr eher einheitlich. Außerdem: Die geringe Haltbarkeit von Bier ermöglicht immer nur den Vergleich zweier Jahrgänge. Im Handel wird das Reininghaus Jahrgangs Pils nicht anzutreffen sein, die Brau Union will es der Top-Gastronomie vorbehalten.

(floh/Der Standard/rondo/14/06/02)

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