Angehörige der US-Botschafts-Opfer klagen Bin Laden auf Schadenersatz

13. Juni 2002, 07:57
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Zugriff auf Vermögen angeblicher Terror-Financiers wurden beantragt

Washington - Angehörige der Opfer der Bombenanschläge auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania klagen auf Schadensersatz über 100 Milliarden Dollar (rund 106,2 Milliarden Euro). Die Anwälte erklärten am Mittwoch in Washington, ein entsprechender Schriftsatz sei beim Bezirksgericht für den District of Columbia eingebracht worden. Bei den Anschlägen auf die US-Botschaft in Nairobi und Daressalam vor fast vier Jahren waren insgesamt 224 Menschen getötet und über 5000 verletzt worden. Die Klage richtet sich gegen den moslemischen Extremisten Osama bin Laden sowie 164 weitere namentlich genannte Personen und Gruppierungen.

Mit Hilfe der Klage wollen die Anwälte Zugriff auf das Vermögen von 164 Angeklagte erhalten, darunter Mitglieder des angeblichen Terrornetzwerks El Kaida, Taliban-Führer in Afghanistan sowie Organisationen, die extremistische Gruppierungen finanziert haben sollen. Zudem wird Zugriff auf Vermögen des Iran, Irak und Sudan angestrebt. Nach den Anschlägen vom September sind weltweit etwa 116 Millionen Dollar an Vermögenswerten mutmaßlicher Verdächtiger eingefroren worden.

Anwalt Wheeler von der Kanzlei Wheeler, Goodsell and Franks sagte, man wolle an das Vermögen und den Reichtum der Angeklagten heran, um es den Opfern zu geben. (APA/Reuters)

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