G-8-Außenminister nehmen Beratungen zu Nahost und Kaschmir auf

13. Juni 2002, 06:35
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Weitere Zusammenarbeit der Geheimdienste gegen internationale Terrornetzwerke im Gespräch

Whistler - Die Außenminister der G-8-Gruppe haben am Mittwoch im kanadischen Whistler bei Vancouver zweitägige Beratungen aufgenommen. Im Mittelpunkt stehen die Vorbereitung des G-8-Gipfels Ende Juni im ostkanadischen Kananaskis. Zu den zentralen Themen gehören der Nahostkonflikt, die indisch-pakistanischen Spannungen und die Entwicklung in Afghanistan sowie der Stand im Kampf gegen den Terrorismus.

Der kanadische Außenminister Graham äußerte zum Beginn der Beratungen die Hoffnung, dass eine Verständigung über eine Nahost- Ministerkonferenz zustande kommen werde. Die jüngsten Zeichen der Deeskalation zwischen Indien und Pakistan seien sehr ermutigend, so Graham.

Es wurde erwartet, dass US-Außenminister Powell bei der Tagung vor allem den Kampf gegen internationale Terrornetzwerke weiter forcieren will. Dabei geht es um engere Zusammenarbeit der Geheimdienste und effektive Schritte, um Konten von Terroristen aufzuspüren und zu sperren.

Auch der UNO-Sicherheitsrat befasst sich mit dem Nahost-konflikt. Auf Antrag der arabischen Staaten wurde für Donnerstag eine offene Sitzung zum Nahost-Konflikt angesetzt. Der amtierende Vorsitzende des Sicherheitsrats und norwegische UNO-Botschafter Kolby erklärte, die Sitzung werde mit Stellungnahmen des israelischen und des palästinensischen Vertreters beginnen. Es sei jedoch schwierig, ein gemeinsames Dokument zu verabschieden. (APA)

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