Deutsche Soldaten beschossen Übertragungswagen des afghanischen Fernsehens

12. Juni 2002, 20:42
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Keine Verletzten - ISAF spricht von technischem Defekt

Kabul - Ein Wagen des afghanischen Fernsehens ist am Mittwoch in Kabul von Schüssen aus einem deutschen Maschinengewehr getroffen worden. Die Ursache sei ein "technischer Fehler" an der Waffe des Schützenpanzers gewesen, sagte eine Sprecherin der internationalen Schutztruppe ISAF. Verletzt wurde niemand. Der TV-Wagen war an einem Hotel außerhalb des Medienzentrums geparkt, das Journalisten bei der Berichterstattung über die Große Ratsversammlung Loya Jirga hilft. Neun Salven seien abgefeuert worden, hieß es. Die genaue Ursache der Panne werde untersucht.

Mindestens zwei Schützenpanzer hatten am Abend (Ortszeit) eine deutsche Bundeswehr-Einheit mit mehreren Geländefahrzeugen vor dem Hotel verstärkt. Nur eine Stunde vor dem Zwischenfall hatten sich zahlreiche Journalisten und Übersetzer im Pressezentrum und auf dem Parkplatz gedrängt. Deutschland ist mit rund 1.100 Soldaten an der ISAF beteiligt, von denen 950 in Kabul stationiert sind. Das deutsche Kommando der Schutztruppe ist für die Sicherheit in der afghanischen Hauptstadt zuständig. (APA/dpa)

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