Presse fördern: Ball bei Ministern

19. Juni 2002, 14:02
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Beirat kratzt Kurve: Einschleifregelung für Journalistenausbildung

Ein Kompromiss zwischen Journalistengewerkschaft und Zeitungsverband rettete den Frieden im Beirat für die Presseförderung. Für die - künftig nach Ausbildungstagen und Volontariaten bewertete - Förderung von Journalistenausbildung fand man eine Übergangsregelung.

Die Gesellschaft für Publizistik und Medienforschung (Gespu) drohte wie berichtet den Großteil ihrer Förderung zu verlieren. Der Zeitungsverband hatte genauere Kriterien für die Zuteilung gefordert. Diese gelten nun erst für das kommende Jahr voll, heuer basiert ein Drittel der zugeteilten Gelder noch auf dem bisherigen Schlüssel. Was der Gespu rund 33.000 Euro nach mehr als 36.000 sichert.

Damit war auch der Weg frei für die Verteilung von rund 5,7 Millionen Euro allgemeiner und 9,3 Millionen besonderer Presseförderung an Zeitungen. Die besondere Förderung liegt damit laut Budgetansatz deutlich über den 7,2 Millionen Euro, die 2001 ausgeschüttet wurden. Damals verweigerte der Bund die Auszahlung an die eingestellte Neue Zeit. Heuer verweigert sie auch der Beirat, weshalb für die übrigen Titel rund 2,1 Millionen Euro mehr zu verteilen sind. Mit der vollen Summe, hieß es im Kanzleramt, geht es nun in den Ministerrat, dessen Zustimmung man noch braucht.

Das könnte bedeuten, Die Presse erhält zwar wegen höheren Inseratenanteils ein Drittel ihrer besonderen Förderung nicht mehr, sie verliert aber wegen der höheren Gesamtsumme gegenüber 2001 nicht so viel. So die FPÖ nicht auf Kürzung der Gesamtsumme besteht. DER STANDARD erhält neuerlich keine besondere Förderung. (fid/DER STANDARD, Print-Ausgabe vom 13.6.2002)

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