Festnahmen nach Dammbruch in Syrien

12. Juni 2002, 18:18
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Mitarbeiter staatlicher Unternehmen verantwortlich

Damaskus - Rund eine Woche nach dem Staudammbruch in Syrien, bei dem 22 Menschen ums Leben gekommen sind, haben die Behörden mehrere Personen festgenommen.

Nach Berichten der amtlichen Nachrichtenagentur SANA handelt es sich dabei um Mitarbeiter dreier staatlicher Unternehmen, die für den Bau und den Betrieb des Seisun-Damms verantwortlich waren. Die Festnahmen seien bei einer Kabinettssitzung bekannt gegeben worden, hieß es in dem Bericht vom Dienstagabend.

Wie viele Personen festgenommen wurden, war zunächst nicht bekannt. Mit dem Staudammbruch am Dienstag vergangener Woche wurden tausende Menschen obdachlos. Zur Klärung der Ursache der Katastrophe hat die Regierung eine Ermittlungskommission eingesetzt. Bereits vor dem Bruch des 1996 gebauten Damms sollen Risse in der Mauer gesehen worden sein. (APA/AP)

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