Schadenssumme bei Bregenzer Festspielen verdreifacht

12. Juni 2002, 17:24
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Neuerlich schwerer Betrugsfall in Vorarlberger Unternehmen

Bregenz - Die Ermittlungen zu zwei sich ähnelnden Betrugsfällen halten die Vorarlberger Kriminalpolizei auf Trab. Ein 31 Jahre alter Buchhalter ist teilweise geständig, seinen Arbeitgeber im Lauf der vergangenen Jahre um mindestens 320.000 Euro betrogen zu haben.

Schaden über eine Million Euro

Von der gleich hohen Summe war man bisher auch im Betrugsfall bei den Bregenzer Festspielen ausgegangen. Am Mittwochnachmittag teilten die Festspiele mit, dass das nachgewiesene Schadensausmaß tatsächlich aber 1,01 Mill. Euro beträgt.

Die Untersuchungen hätten nunmehr abgeschlossen werden können, so die Bregenzer Festspiele. Untersucht wurde die Buchhaltung seit 1987. Der interne Prüfbericht sei unverzüglich den Behörden übergeben worden.

Geldtransaktion auf eigenes Konto

Der zweite, erst diese Woche bekannt gewordene Betrugsfall betrifft eine Feldkircher Baufirma. Ein 31-jähriger Buchhalter aus Nenzing (Bezirk Bludenz) war zu dreist geworden, weshalb man ihm auf die Schliche kam: Offenbar durch das Gelingen früherer Manipulationen ermutigt, initiierte er eine größere Geldtransaktion zu einer Firma, in Wahrheit landete das Geld auf seinem Konto.

Die Sache flog auf, weil die Baufirma noch nie in Geschäftsbeziehung zu der angegebenen Firma gestanden hatte. Die Betrügereien reichen nach ersten Angaben der Gendarmerie bis ins Jahr 2000 zurück. Gefahndet wird jetzt auch in den Büchern früherer Jahre. Der bisher unbescholtene Familienvater war seit rund zehn Jahre bei der Baufirma beschäftigt. (APA)

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