Weg für zweiten Börsegang der Telekom Austria frei

12. Juni 2002, 16:28
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Aktionäre ermöglichen Verkauf von TI- und ÖIAG-Anteile über Börse

Die Aktionäre der Telekom Austria (TA) haben am Mittwoch den Weg für einen weiteren Börsegang der Telekom Austria geebnet. Bei der Hauptversammlung wurde wie erwartet der Antrag zur Umwandlung der ÖIAG- und Telecom Italia-Anteile an der TA von Namensaktien in Inhaber-Aktien abgesegnet. Die Telecom Italia (TI) und ÖIAG können damit ab sofort ihre Anteile von 29,8 Prozent bzw. 47,8 Prozent an der TA über die Börse veräußern.

ÖIAG und TI seien damals mit Namensaktien versorgt worden, um die gegenseitig vereinbarten Behaltebestimmungen abzusichern. Auf Grund der neuen Vereinbarungen sei dies nun hinfällig, sagte ÖIAG-Vorstand und TA-AR-Vorsitzender Peter Michaelis am Mittwoch bei der Hauptversammlung.

ÖIAG und TI hatten vergangene Woche vereinbart, dass die TI bis zu 15 Prozent des Grundkapitals der TA im Rahmen eines zweiten Börsegangs in der zweiten Jahreshälfte 2002 verkaufen kann. Die ÖIAG darf zur weiteren Privatisierung im nächsten Jahr weitere 5 Prozent an die Börse bringen, danach darf die TI den Rest ihrer Anteile über die Börse verkaufen. Parallel zu jeder öffentlichen Markttransaktion können ÖIAG und Telecom Italia - die Italiener allerdings nur mit ÖIAG-Zustimmung - außerdem auch Anteile im Rahmen von privaten Transaktionen abgeben.

Beschlossen wurden am Mittwoch auch noch die Gehälter des Aufsichtsrats. Sie bleiben heuer unverändert. Der Aufsichtsratsvorsitzende bekommt demnach weiterhin 18.200 Euro. Der Aufsichtsratsvorsitzende-Stellvertreter bekommt 13.650 Euro, die sonstigen AR-Mitglieder bekommen 9.100 Euro. Das Sitzungsgeld wurde mit 220 Euro festgelegt. ÖIAG-Vorstand und AR-Vorsitzender Peter Michaelis betonte dabei, dass seine Vergütung in die ÖIAG fließt.(APA)

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