200 Branchengrößen gründen Mobilfunkallianz

12. Juni 2002, 16:18
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Ziel der "Open Mobile Alliance": Alle Handys und Handhelds sollen "die gleiche Sprache sprechen"

Die Größen der IT-und TK-Szene haben sich zusammengetan und eine Mobilfunkallianz gegründet. Der Initiative "Open Mobile Alliance (OMA)" gehören fast 200 Unternehmen an hieß in einer Aussendung. Ziel der Vereinigung ist es, gemeinsame Standards für mobile Anwendungen zu entwickeln und die Interoperabilität zwischen Produkten und Diensten der Anbieter zu gewährleisten. Alle Handys und andere Handhelds sollen "die gleiche Sprache sprechen". Durch diese Allianz erhoffen sich die beteiligten Unternehmen wie Motorola, Sun, Siemens, IBM, Nokia, Ericsson, Microsoft, Oracle, HP, NTT DoCoMo oder Vodafone eine Belebung des mobilen Multimediamarktes. Einziger Wermutstropfen des Vorhabens: Palm, Weltmarktführer bei PDAs, ist nicht bei der Allianz.

WAP ersetzen

Die Open Mobile Alliance will auch das mehr oder weniger erfolglose WAP (Wireless Application Protocoll) durch einen neuen Standard ersetzen. "Viele von uns, die schon länger in der Branche sind und sich mit mobilen Standards beschäftigen, haben bis jetzt eigentlich schlechte Arbeit geleistet", so WAP-Forum-Präsident Jerry Upton nicht ohne Selbstkritik. Das neue Forum soll zuerst die Bedürfnisse des Marktes erforschen und auf dieser Grundlage ihre Spezifikationen definieren. "Wir wollen den Markt ankurbeln, damit alle Mitglieder im Wettbewerb bestehen können", so Jon Prial von IBM, der im OMA-Vorstand sitzt. Die Unternehmen wollen auch XHTML weiter entwickeln, Standards für Location Based Services schaffen oder für die Interoperabilität von MMS (Multimedia Message Service) sorgen. Die neue Initiative will sich künftig auf DRM-Standards fokussieren. (pte)

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