Umfrage: Sieg der Chirac-Präsidentenpartei zeichnet sich ab

12. Juni 2002, 15:47
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Tendenz des ersten Wahlgangs verhärtet sich

Paris - Nach neuesten Umfragen wollen mehr als die Hälfte der Franzosen (56 Prozent) in der zweiten Runde der Parlamentswahl am Sonntag für die neue bürgerlich-konservative Sammelpartei von Präsident Jacques Chirac, die "Union für die Präsidentenmehrheit" (UMP) stimmen. 44 Prozent wollten für die Sozialisten (PS) stimmen, ergab die Befragung des Nachrichtenmagazins "L'Express" (Donnerstag-Ausgabe). Nach dem haushohen Sieg des bürgerlichen Lagers in der ersten Runde am vergangenen Sonntag sind noch 1045 Kandidaten in 519 Wahlkreisen im Rennen. In den meisten davon kommt es am Sonntag zum klassischen Duell Rechts gegen Links. Die gefürchtete Aufsplitterung der Stimmen auf Grund der Rekordzahl von Bewerbern wird vermieden.

Auch die Rechtsextremen der Nationalen Front (FN) Jean-Marie Le Pens können nach ihrem schlechten Abschneiden kaum wie angedroht ihren politischen Gegnern Stimmen abjagen. Sie sind nur noch in 37 Wahlkreisen vertreten, zumeist in ungünstigen Ausgangspositionen. Bei den letzten Parlamentswahlen 1997 konnten sie in 207 Wahlkreisen Kandidaten aufstellen. Bei der ersten Runde wurden 58 Politiker direkt gewählt, 56 Bürgerliche und zwei Linke.(APA/dpa)

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