Softwarekonzern sagt Raubkopierern erneut den Kampf an

12. Juni 2002, 15:24
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Nach Windows XP- nun auch Windows 2000-Updates nur noch für legal erworbene Betriebssysteme

Der Softwarekonzern Microsoft scheint einen neuen Weg gefunden zu haben um der steigenden Zahl von Raubkopien ihrer Produkte Einhalt zu gebieten: Updates wird es in Zukunft nur noch für legal erworbene Windows-Versionen geben. Was beim Windows XP Service Pack 1 schon länger bekannt ist, wurde nun auch bei Windows 2000 eingeführt.

Windows Update fragt jetzt Produkt-ID von Windows 2000 ab und speichert GUID

User, die jetzt die Update-Funktion in Windows 2000 aufrufen, erhalten die neue Version automatisch auf den Rechner geladen. Gleichzeitig übermittelt Microsoft mit dem neuen Update-Control 4 auch neue Datenschutzrichtlinien, die einige einschneidende Neuerungen bringen. So teilt der Softwarekonzern unter anderem mit, dass ab sofort auch die Produkt-ID von Windows 2000 an Microsoft übermittelt wird. Dadurch soll ermittelt werden, ob ein "gültiges und lizenziertes Windows-Betriebssystem" auf dem Rechner installiert ist. Außerdem wird während des Update-Vorgangs ein GUID (Globally Unique Identifier), der durch die "Plug & Play-IDs von Hardwarekomponenten" ermittelt wird, auf dem System abgelegt. Dies ermöglicht eine spätere genaue Identifikation des Rechners.

Keine persönlichen Daten

Laut Auskunft von Microsoft werden während des neuen Prozederes keine persönlichen Daten, wie etwa Name, Anschrift oder E-Mail-Adresse gespeichert. Die abgerufenenen Konfigurationsinformationen werden "ausschließlich für die Dauer Ihres Besuchs auf der Site verwendet und nicht gespeichert", versichert der Softwarekonzern. Durch die ermittelten Daten ist es allerdings ziemlich leicht möglich bestimmte Versionen von Windows 2000 von den Updates auszuschließen.(red)

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