ÖH unterstützt Volksbegehren gegen Abfangjäger-Kauf

12. Juni 2002, 16:08
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Weinberger: Bildung und freier Hochschulzugang sind die Zukunft und nicht "nachtblinde Kriegsgeräte"

Wien - Die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) unterstützt das Volksbegehren gegen die Abfangjäger. "Bildung und freier Hochschulzugang sind die Zukunft, nicht nachtblinde Abfangjäger, die im Flugzeughangar vor sich hin rosten", erklärte ÖH-Vorsitzende Anita Weinberger (GRAS) in einer Aussendung. Der Initiator des Volksbegehrens, Rudolf Fußi von der Kleinpartei "Die Demokraten", zeigte sich erfreut über die Unterstützung.

Für das Jahr 2002 stünden 145 Millionen Euro für die Studienförderung zur Verfügung. Im Vergleich dazu würden für 24 Einsitzer und sechs Schulungsflugzeuge für die Landesverteidigung insgesamt 1,4 bis 1,8 Milliarden Euro in den Sand gesetzt, wobei Experten von Anschaffungskosten in Höhe von insgesamt zwei Milliarden Euro ausgingen, erklärte Weinberger. Ausgaben für Flüge, Betreuung und Wartung, Kerosin, Flughafen, Ersatzteile und Flugstunden würden sich zusätzlich auf bis zu 6,4 Milliarden Euro belaufen. Mit den Aufwendungen für den "sinnlosen Kauf von Abfangjägern wäre das Studienförderungssystem in der derzeitigen Form auf 52 Jahre hin finanzierbar", gab Weinberger zu bedenken.

Die zweite ÖH-Vorsitzende Andrea Mautz (VSStÖ) bezeichnete die Anschaffung von Abfangjägern als eine weitere "paradoxe, schwarz-blaue Husch-Pfusch-Aktion, die fatale Konsequenzen zeitigt". Außerdem seien nach jüngsten Umfragen 60 Prozent der Bevölkerung gegen den Kauf von Abfangjägern.

Das Anti-Abfangjäger-Volksbegehren findet in der Woche vom 29. Juli bis 5. August statt. Laut Fußi strebt man zumindest 500.000 Unterschriften an. (APA)

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