Erste Sparinvest reduziert Europa-Aktiengewichtung

12. Juni 2002, 15:00
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Keine Erholung in Sicht - Zyklische Aktien werden favorisiert

Wien - Die Erste Sparinvest, die Investmentfondsgesellschaft der Erste Bank, reduziert in ihren Portfolios den Anteil von europäischen Aktien. In der aktuellen Aufteilung nach Regionen für Juni wurde der Anteil (exklusive Großbritannien) auf 8,6 Prozent verringert. Der Vergleichsindex sehe eine Gewichtung von 18,6 Prozent vor, teilt die Sparinvest am Mittwoch mit. Im Moment setze man auf Value-Aktien (zyklische Werte), die in einer konjunkturellen Frühphase eher profitieren sollten. Technologielastige Titel sollten erst in einer späteren Phase profitieren.

Als Hauptgrund für die Entscheidung, den Europa-Anteil zu senken, wird die schwache Entwicklung der Fundamentaldaten und die Tatsache, dass sich kurzfristig keine Verbesserung abzeichnet, angegeben. Des Weiteren wird auf die Umschichtung im Vergleichsindex MSCI-World hingewiesen, aus der Kontinental-Europa als klarer Verlierer hervorgehe. Aktienwerte in Großbritannien sehen die Anlagespezialisten dagegen relativ günstig bewertet.

An Bedeutung gewonnen haben die Emerging Markets, die gegenüber dem Vergleichsindex um 10 Prozent übergewichtet seien, hingegen bleibe man bei Nordamerika mit 6 Prozent untergewichtet. Generell werde zwischen Aktien und Anleihen eine neutrale Haltung eingenommen, so die Sparinvest. (APA)

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