Simulierter Meteoriteneinschlag und der Flugpionier Otto Lilienthal

13. Juni 2002, 18:41
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... und die "seltsamen Eigenschaften der Lichtgeschwindigkeit" - in der Weltraumhalle im Salzburger Haus der Natur

Salzburg - Rund 25 Jahre nach der Eröffnung wurde jetzt die Weltraumhalle im Salzburger Haus der Natur auf den jüngsten Stand der Wissenschaft gebracht. So sind nun die neuesten Erkenntnisse über unser Sonnensystem zu erfahren - vielfach interaktiv -, und auch der größte Meteoriteneinschlag in Europa kann in einer Computersimulation nachvollzogen werden. Außerdem wurde eine Sonderschau eröffnet, die ganz den Flugpionieren Otto Lilienthal und Igo Etrich gewidmet ist.

Seit der Eröffnung der Weltraumhalle habe sich einfach sehr viel getan, begründete der Direktor des Hauses der Natur, Eberhard Stüber, weshalb eine Neugestaltung notwendig geworden ist. Eine der neuen Attraktionen ist die Computersimulation des Meteoriteneinschlages. Der Meteorit, der vor rund 15 Millionen Jahren im Nördlinger Ries in Süddeutschland eingeschlagen war, hatte einen 24 Kilometer großen Krater verursacht. Der Museums-Besucher kann seine Reise durch das All, seinen nur zwei Sekunden dauernden Durchtritt durch die Erdatmosphäre und seinen Aufprall mit einer Gewalt von 250.000 Hiroshima-Bomben beobachten.

In die Lüfte

Weitere neu aufbereitete Themen sind die "seltsamen Eigenschaften der Lichtgeschwindigkeit", neue Erkenntnisse über unser Sonnensystem (Wasservorkommen auf Planeten, neue Monde, etc.), das Geheimnis der Sternentstehung und der Schwarzen Löcher sowie ein Ausflug durch die unvorstellbaren Dimensionen des Universums mit vielen Aufnahmen des Hubble-Weltraumteleskops.

Die Otto-Lilienthal-Sonderschau veranstaltet das Haus der Natur gemeinsam mit dem Otto-Lilienthal-Museum in Anklam (Deutschland), dem Naturhistorischen und dem Technischen Museum Wien. Zu sehen sind unter anderem Videos über die Flugversuche, mehrere Nachbauten seiner Fluggeräte sowie Modelle von Flugzeugen Igo Etrichs, der mit seiner Etrich-Taube um das Jahr 1910 sämtliche fliegerischen Weltrekorde innehatte. (APA)

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