Klestil-Buch: Erste Verhandlung um angeblich unwahre Behauptungen

12. Juni 2002, 12:58
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In medienrechtlichem Verfahren sind vier Passagen inkriminiert

Im Zusammenhang mit dem umstrittenen Buch "Unsere Klestils" von Erich Hofbauer wird morgen, Donnerstag, im Wiener Landesgericht ein medienrechtliches Verfahren stattfinden. Bundespräsident Thomas Klestil hat insgesamt vier Passagen eingeklagt, die er als unwahr bezeichnet und zugleich rufschädigend ansieht. Da es sich um eine erste Tagsatzung handelt, wird Klestil nicht persönlich erscheinen, verlautete am Mittwoch auf Anfrage sinngemäß aus der Präsidentschaftskanzlei.

Richterin Nathalie Frohner wird sich daher zunächst mit den Argumenten des Klagevertreters und mit den Äußerungen der Gegenseite begnügen. "Hören wir uns an, was die Anwälte vorzubringen haben. Davon wird abhängen, ob die Sache weitergeht oder abgeschlossen werden kann", erklärte sie.

Gegenstand der Klage ist die Behauptung, Margot Löffler-Klestil habe auf Betreiben des Staatsoberhaupts eine Abtreibung vorgenommen. Auch gegen die Passage, in der es heißt, die Ehefrau des Bundespräsidenten habe ein Kind aus einer anderen Beziehung, das in der Schweiz groß gezogen worden sein soll, geht Klestil vor. Die weiteren Punkte betreffen Spekulationen über Klestils angeblich "kränkelnden Gesundheitszustand". (APA)

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