Erste Bank passt Gewinnprognosen für EVN an

12. Juni 2002, 12:23
posten

Rating lautet weiterhin "neutral"

Wien - Die Analysten der Erste Bank haben ihre Gewinnschätzungen für den heimischen Energieversorger EVN angepasst. Für das Geschäftsjahr 2001/02 erwartet die Erste Bank einen Gewinn von 2,32 Euro je Aktie. Zuvor haben die Analysten noch mit 2,37 Euro gerechnet. Im Geschäftsjahr 2002/03 erwarte man nun einen höheren Gewinn von 2,24 Euro, statt wie zuvor 2,19 Euro je Anteilsschein. Die "Neutral"-Einstufung wurde hingegen beibehalten.

Synergieeffekte

Die Anhebung der Gewinnschätzung für das Geschäftsjahr 2002/03 begründeten die Analysten mit den Synergieeffekten, die man sich von der geplanten österreichischen Stromlösung und der Zusammenarbeit mit der OMV im Gasbereich erwartet. Beide Kooperationen würden der EVN helfen, in einem liberalisierten europäischen Energiemarkt konkurrenzfähig zu bleiben. Die Erste Bank beziffert für das Geschäftsjahr 2002/03 die Synergieeffekte aus beiden Kooperationen mit 9 bis 11 Mill. Euro. Für die Folgejahre würde sich die Zusammenarbeit mit 16 bis 19 Mill. Euro bezahlt machen, so Erste Bank-Analystin Angelika Zwerenz.

Nach der Revision der Gewinnschätzungen notiert die EVN-Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 19,7 für 2001/02 und 20,4 für das Geschäftsjahr 2002/03. Auf Basis des Verhältnisses von Eigenkapital zu Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EV/EBITDA) sei die Aktie um 6,8 Prozent teurer als die Durchschnittsbewertung der Vergleichsgruppe. Die "Neutral"-Einstufung werde deshalb, bis zur Bekanntgabe von Details zum Synergie- und Kosteneinsparungspotenzial aus den geplanten Kooperationen, beibehalten. (APA)

Share if you care.