Dubiose Abmahner aus Österreich treiben ihr Unwesen

12. Juni 2002, 17:23
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Wegen Mängeln am Impressum diverser Websites wird Geld verlangt - Verküpfungen mit der Firma meteodata.com

Eine weitere Serienabmahnung beunruhigt die Internetgemeinde. Direkt betroffen sind diesmals Fotomodelle, die eine eigene Website betreiben. Diese werden nämlich von der österreichischen Firma Werico im Auftrage eines "Kunden" mit der Begründung abgemahnt, dass das Impressum auf der Homepage der Modells nicht ausreichend sei.

Bemängelt werden dabei die fehlende Angaben im Site-Impressum nach Wohnort (Firmensitz). Viele Models tun dies aber aus verständlichen Gründen nicht: Sie möchten keine ungebetenen Anrufe oder unerwünschte Besuche erhalten.

240 Euro

In dem Schreiben der Firma Werico heißt es, der Kunde erleide durch die nicht gesetzteskonforme Seite des Fotomodells einen Wettbewerbsnachteil. Die österreichische Firma Werico GmbH verlangt daher für ihren Hinweis auf das nicht ausreichende Impressum 240 Euro. Zusätzlich fällt auf, dass sich zwar Werico als Vertreter eines "Kunden" bezeichnet, aber nicht offenlegt, wer vertreten wird. Der Verdacht liegt also nahe, dass mit rechtlich unerfahrenen Menschen das "schnelle Geld" gemacht werden soll.

Wieviel die Opfer tatsächlich bezahlt haben, ist nicht bekannt. Es wird von Anwälten dazu aufgerufen, dies nicht zu tun.

Meteodata und Werico - der gleiche Geschäftsführer

Interessant erscheint das Verhältnis zwischen den Firmen Werico und Meteodata . Geschäftsführer ist nämlich sowohl bei "METEO-data Wetteranalysen GmbH" als auch bei der "Websites-Right-Control GmbH" ein Herr Christian Brandstätter, beide Gesellschaften sind im Landesgericht Wels eingetragen.
Die Werico Websites Right Control GmbH hat ihren Sitz in A-4865 Nussdorf, der Ansprechpartner ist Herr René Hellwig. Telefon, Fax und Ansprechpartner sind nun aber bei Werico identisch mit jenen der Marketing-Abteilung der Firma Meteodata, wo Herr Hellwig auch für Marketing zuständig ist.

Der Fall Meteodata

Der Wetterdienst war schon zuvor in Verruf gekommen. Die Firma forderte nämlich von Betreibern, die Seiten von Meteodata unerlaubterweise in ihre Seiten eingebunden hatten, enorme Summen. So wurden alleine für Links auf die eigene Seite 1000 Euro in Rechnung gestellt.

Zusätzliche Informationen zum Meteodata und Werico Skandal:

Meteodata

Werico (red)

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