Semperit hofft wieder

13. Juni 2002, 13:22
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Conti verhandelt über Teilübernahme der Produktionsanlagen - Schlechtes Zeugnis für Conti-Führung

Der ehemalige CA-Generaldirektor Hannes Androsch hat sich in einem Journalisten-Gespräch am Donnerstag dafür stark gemacht, das Semperit-Werksgelände, das im Zug der Entwicklung Wiens immer wertvoller werde, zu nutzen und neue Betriebe anzusiedeln. "Dann könnte auf den 260.000 Quadratmetern bald neues, blühendes Leben entstanden sein." Androsch ist zudem der Ansicht, eine Continental "schlecht geführt" worden und die Schließung von Semperit Traiskirchen ein Fehler sei.

Nach Berichten des orf.at darf das Semperit-Reifenwerk in Traiskirchen wieder hoffen. Möglicherweise können 400 von 1000 Jobs gerettet werden, falls die Verhandlungen des Mutterkonzerns Conti-Konzerns mit einer Investorengruppe entsprechend beendet werden können und ein angemessener Kaufpreis erzielt werden kann. Die Investoren seien optimistisch, in vielen Punkten gebe es bereits Übereinstimmung.

Orf.at berichtet weiter, dass die Möllersdorfer Firma EGM Industrieguss die Produktion von Lkw-Reifen weiter führen will. Außerdem soll eine eigene Reifenmarke vor Ort entwickelt werden. So könnten 400 bis 750 Arbeitsplätze gerettet werden.

Scheitern die Verhandlungen, wird die Produktion Ende Juli endgültig gestoppt. Rund 1.000 Mitarbeiter würden dann ihren Arbeitsplatz verlieren. (red, APA)

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