Zukünftigen Priesterinnen schwebt "virtuelle Diözese" vor

12. Juni 2002, 10:36
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Katholische Kirche soll ihren Vorstoß wie einen "Schulversuch" betrachten

Linz - Es bleibt offensichtlich dabei: Trotz aller Warnungen seitens der offiziellen katholischen Kirche wollen sich am 29. Juni etwa zehn oder elf Frauen zu "Priesterinnen" weihen lassen. "Eine Absage wäre ein Verrat an den Frauen", erklärte die Sprecherin der "Weihekandidatinnen", Christine Mayr-Lumetzberger, in der jüngsten Ausgabe der "Linzer Kirchenzeitung".

Priesterliche Dienste auf Anfrage

Nach ihrer "Weihe" wollen die Frauen in einer Art "virtueller Diözese" tätig sein, das heißt, man werde "auf Anfrage" ihre "priesterlichen" Dienste in Anspruch nehmen können. Von der Kirche erhoffe man sich, dass sie das Projekt der "Priesterinnen" wie einen "Schulversuch" zulässt, formulierte Mayr-Lumetzberger in der Kirchenzeitung. Sollte der Bischof den "Priesterinnen" ihre Tätigkeit verbieten, so wolle man diesem Verbot nicht nachkommen. Mayr-Lumetzberger: "Ich sage ja nicht, dass mein Weg unbedingt richtig ist. Aber ohne dieses Faktum - die Weihe - würde sich nie etwas ändern". (APA)

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