Erste Bank beschließt Kapitalerhöhung von 600 Millionen Euro

12. Juni 2002, 09:57
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Übernahme der Aktien von Ceska sporitelna sollen gesichert werden

Wien - Die börsenotierte Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen, Wien, wird noch dieses Jahr eine Kapitalerhöhung im Ausmaß von 8 Mill. Stück Aktien bzw. 16 Prozent des jetzigen Grundkapitals öffentlich anbieten. Dazu hat der Aufsichtsrat am Montag den Vorstand ermächtigt, gab die Erste Bank Mittwoch bekannt.

Damit solle die weitere Expansion des Instituts in Zentraleuropa gesichert werden. In erster Linie werde die Erste Bank die Mittel aus dieser Kapitalerhöhung - auf Basis des gestrigen Schlusskurses von 75,99 Euro wären dies rund 608 Mill. Euro - dazu verwenden, jene Aktien der tschechischen Großbank Ceska sporitelna (CS) zu übernehmen, die nach dem Übernahmeangebot vom Erste-Bank-Hauptaktionär AVS gehalten werden. Bisher wurden an die AVS 49,5 Mill. CS-Aktien im Wert von rund 615 Mill. Euro übertragen.

AVS zieht bis zu 25 Prozent mit

Mit den 8 Mill. Stück neuen Aktien nützt die Erste etwas mehr als die Hälfte des bei der letzten Hauptversammlung im Mai genehmigten 5-jährigen Kapitalrahmens von bis zu 15 Mill. Aktien aus. Derzeit verfügt die "Erste" über 50,36 Mill. Aktien Grundkapital - auf Basis des aktuellen Kurses eine Börsekapitalisierung von 3,827 Mrd. Euro.

Streubesitz

Die Erste Bank-Hauptaktionärin Anteilsverwaltungssparkasse (AVS), die derzeit 40,8 Prozent des Grundkapitals hält, wird bei der Kapitalerhöhung zu maximal 25 Prozent mitziehen, ihr Anteil daher unter 40 Prozent sinken, sagte Erste-Sprecher Michael Mauritz am Mittwoch zur APA. Erhöhen soll sich der Streubesitz.

Stärker als nur anteilswahrend sollen nach früheren Angaben von Erste Bank-Generaldirektor Andreas Treichl die Bundesländersparkassen bzw. deren Anteilsverwaltungen zugreifen. Die heimischen Sparkassen halten derzeit 9,6 Prozent der Erste-Aktien. "Strategische Investoren" - darunter Generali, Swedbank, Artesia/Dexia und Commerzbank -, die dem erweiterten Streubesitz von insgesamt 53 Prozent zugerechnet werden, halten zusammen 15 Prozent. (APA)

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