Musharraf: Lage im Kaschmir-Konflikt nach wie vor "finster"

12. Juni 2002, 07:07
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Pakistanischer Präsident traf saudiarabischen Prinzen Abdullah: Islamabad wird keinen Krieg auslösen

Jeddah - Trotz der sich abzeichnenden Entspannung im Kaschmir-Konflikt hat Pakistans Präsident Pervez Musharraf vor allzuviel Optimismus gewarnt. So lange sich die Truppen Indiens und Pakistans an der Grenze gegenüberstünden, bleibe die Situation "finster", sagte Musharraf am Dienstag (Ortszeit) nach einem Gespräch mit dem saudiarabischen Kronprinzen Abdullah in Jeddah. Zwar hätten die Kriegsabsichten insgesamt abgenommen, "aber das kann sich jeden Moment ändern". Pakistan werde keinen Krieg auslösen, betonte Musharraf. "Aber wir werden unsere Ehre und Würde verteidigen".

Am Dienstag hatte Indien als weiteres Zeichen der Entspannung mit dem Abzug mehrerer Kriegsschiffe vor der Küste Pakistans begonnen. Derzeit befindet sich US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld zu einer Vermittlungsmission zwischen den beiden Atommächten in der Region. Er will am Mittwoch mit Indiens Premierminister Atal Behari Vajpayee, Außenminister Jaswant Singh und Verteidigungsminister George Fernandes zusammentreffen. Am Donnerstag ist ein Besuch bei Musharraf in Islamabad geplant. An der Grenze haben beide Länder insgesamt rund eine Million Soldaten zusammengezogen. (APA)

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