Zigarettenfirmen sollen einem Raucher 37,5 Millionen Dollar zahlen

12. Juni 2002, 06:47
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Geschworenengericht spricht Krebskranken Schadenersatz zu

Miami - Führende amerikanische Zigarettenhersteller mit Philip Morris an der Spitze sollen nach dem Willen eines Geschworenengerichts 37,5 Millionen Dollar (39,6 Mill. Euro) Schadenersatz an einen Krebskranken bezahlen. Die Jury sprach dem 76 Jahre alten John Lukacs am Dienstag in Miami im US-Bundesstaat Florida außerdem einen Teil eines früher verhängten Rekord-Strafgeldes von 145 Milliarden Dollar zu. Die Summe war nach einer Sammelklage im Namen von bis zu 700.000 Rauchern in Florida verhängt worden. Die Industrie hat Berufung dagegen eingelegt.

Wie die Wirtschaftsagentur Bloomberg berichtete, fällte die Jury ihre Entscheidung am Dienstag nach sechseinhalb Stunden langen Beratungen. Das Argument der Verteidiger, dass der Kläger die Risiken des Rauchens gekannt und trotzdem drei Päckchen am Tag geraucht habe, überzeugte sie nicht. Lukacs, der nach einer Zungenamputation nicht mehr sprechen kann, hat nach Auskunft seiner Ärzte weniger als ein Jahr zu leben. (APA)

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