Israelische Soldaten erschießen vier bewaffnete Palästinenser

12. Juni 2002, 11:37
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Weiter Gewalt nach palästinensischem Selbstmordanschlag

Jerusalem- Israelische Soldaten haben in der Nacht auf Mittwoch im besetzten Gaza-Streifen vier bewaffnete Palästinenser erschossen. Nach Angaben der Armee versuchten die Männer, in die jüdische Siedlung Nezarim einzudringen. Sie seien mit Gewehren und Munition bewaffnet gewesen. Allerdings sei es nicht zum Schusswechsel gekommen. Der Zwischenfall ereignete sich kurz vor Mitternacht. Etwa eine Stunde zuvor hatten israelische Soldaten bei Nezarim einen neunjährigen Palästinenser erschossen und einen 13-Jährigen verletzt, wie Ärzte mitteilten.

Die israelische Armee erklärte, die Truppen seien aus der Richtung eines palästinensischen Polizeipostens beschossen worden. Sie hätten das Feuer erwidert und den Posten zerstört.

Am Dienstag hatte sich ein Palästinenser in einem Restaurant in Herzlia bei Tel Aviv in die Luft gesprengt und ein 15-jähriges Mädchen getötet. Neun weitere Menschen wurden verletzt. Ein Augenzeuge berichtete, der Attentäter habe offenbar eine weitere Bombe bei sich gehabt, die die Polizei entschärft habe. Das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon verurteilte den Anschlag als Beispiel "für die Absicht der Palästinenser, um des Tötens willen zu töten". (APA/AP)

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