ORF-Ergebnis 2001 schlanker

12. Juni 2002, 12:34
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Gewinnvortrag hilft - Haider für Lockerung der Werbegrenzen

Exakt 105,026.458,24 Euro Bilanzgewinn machte der ORF im Jahr 2001. Das besagen nach STANDARD-Informationen die Unterlagen zum Finanzausschuss kommenden Montag. So blendend freilich liefen die Geschäfte nicht.

Ein zweiter Blick macht deutlich: 102,79 Millionen Euro stammen von Gewinnvorträgen aus den hochprofitablen Vorjahren.

Die Differenz, gut zwei Millionen Euro, passt besser zum Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) des ORF für 2001: 2,040.595,21 Euro nach 16,4 Millionen Euro anno 2000. Der Bruttoumsatz erreichte 851 Millionen Euro.

Heuer rechnet der ORF wie berichtet mit einem Minus und antichambriert schon bei der Politik um Unterstützung.

Wieder eine Forderung

Landeshauptmann Jörg Haider fordert gerade wieder eine Lockerung von Werbebeschränkungen für den ORF, die seine Parteifreunde und die ÖVP erst 2001 beschlossen haben. Mittwoch will er das bei der Landeshauptleutekonferenz aufs Tapet bringen. Die Werbegrenzen wurden 2001 so gezogen, um privaten Mitbewerbern eine Chance zu geben. Haider befürchtet eine Einstellung von "Kärnten heute" am Wochenende (DER STANDARD meldete Debatten über die Zukunft der Regionalsendungen abseits der Werktage).

Der ORF-Stiftungsrat soll die Bilanz 2001 sowie das neue Programmschema Mittwoch kommender Woche beschließen. (fid/DER STANDARD, Print-Ausgabe vom 12.6.2002)

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