Simbabwe: Nahrungsmittel- Lieferungen als Waffe

11. Juni 2002, 16:11
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US-Hilfsorganisationen: Keine Hilfsgüter für oppositionelle Regionen

Rom - Simbabwe setzt nach Angaben internationaler Hilfsorganisationen Nahrungshilfen als politische Waffe gegen die Opposition ein. Darauf wies der Chef der US-Hilfsorganisation USAID, Andrew Natsios, angesichts der drohenden Hungersnot in dem südafrikanischen Land hin. Beim UN-Welternährungsgipfel in Rom verwies Natsios am Dienstag auf Berichte von unabhängigen Hilfsorganisationen, wonach die Regierung in Simbabwe dafür sorge, dass solche Regionen, in denen die Menschen bei den Wahlen für die Opposition gestimmt haben, keine oder nicht genügend Nahrungslieferungen erhielten.

"Dies ist ein sehr schwerer Vorwurf", sagte Natsios am Dienstag in Rom. Nach UN-Zahlen sind in Simbabwe, Malawi und weiteren Ländern im südlichen Afrika mehr als zehn Millionen Menschen vom Hunger bedroht. Auch in der simbabwesischen Hauptstadt Harare würden Lebensmittel knapp. Schuld seien neben der Dürre die politische und wirtschaftliche Verschlechterungen unter Staatschef Robert Mugabe, heißt es in Rom. (APA/dpa)

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