Umfrage: New YorkerInnen haben Angst vor neuen Anschlägen

13. Juni 2002, 12:20
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Big Apple wird trotzdem jeder anderen Metropole in den USA vorgezogen

New York - Neun Monate nach der Zerstörung des World Trade Centers leben sehr viele New Yorker noch in akuter Angst vor neuen terroristischen Angriffen. Jedoch blickt die große Mehrzahl der Einwohner der Acht-Millionen-Stadt zuversichtlich in die Zukunft und will in keiner anderen Stadt leben. Das ergab eine Umfrage der "New York Times" und des Fernsehsenders CBS.

41 Prozent der Befragten gaben an, nach den Terroranschlägen vom 11. September aus ihrer Sicht gefährdete Gegenden, darunter das Umfeld bekannter Hochhäuser, Touristenattraktionen sowie Sportstadien nach Möglichkeit zu meiden. 36 Prozent derjenigen New Yorker, die täglich mit der U-Bahn fahren, fühlen sich dabei unsicher.

16 Prozent klagten über Schlafstörungen, die sich nach dem 11. September eingestellt hätten. 60 Prozent erklärten, die Gefahr neuer terroristischer Anschläge sei in New York größer als in jeder anderen Stadt der USA. Die Umfrage fand vor den jüngsten Berichten des FBI über die Vereitelung von Plänen über einen radioaktiven Bombenanschlag statt.

Trotz aller Ängste glauben die weitaus meisten New Yorker, ihre Stadt werde auch in den nächsten Jahren ein Ort sein, an dem sie gern leben. Zwei Drittel erklärten, sie würden deshalb den "Big Apple" jeder anderen Metropole Amerikas vorziehen. Und obwohl New York derzeit die schlimmste Krise der öffentlichen Finanzen mit Kürzungen in vielen Bereichen erlebt, überwiegt der wirtschaftliche Optimismus. 85 Prozent der 1.000 Befragten gaben an, sie seien überzeugt, dass sich die Unternehmen der Stadt von den Folgen der Terroranschläge vollständig erholen werden. (APA)

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