Haider fordert Änderung des ORF-Gesetzes

11. Juni 2002, 14:14
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"Werbeverbot muss gelockert werden" - Sieht Nachteile für Landesstudios - Vorstoß in der morgigen LH-Konferenz

Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (F) fordert eine Änderung des Rundfunkgesetzes. Es müsse eine Lockerung des Werbeverbotes geben, weil dadurch dem ORF Einnahmen entgehen. Einen entsprechenden Vorstoß werde er am Mittwoch bei der LH-Konferenz unternehmen, sagte Haider am Dienstag in Klagenfurt vor Journalisten.

Mit Sparmaßnahmen nicht einverstanden

Der Landeshauptmann wies darauf hin, dass er mit den massiven Sparmaßnahmen, von denen auch das Landesstudio Kärnten betroffen sei, nicht einverstanden sei. "Als das Rundfunkgesetz beschlossen wurde, war versichert worden, dass es für die Landesstudios keine Nachteile geben wird", sagt er. "Das ist aber nicht der Fall." Die lachenden Dritten seien die ausländischen Privatsender, welche Milliarden an Werbeeinnahmen aus Österreich abziehen würden.

"Daher muss es zu einer Lockerung des Werbeverbots kommen, damit dem ORF auf Bundes- und Landesebene mehr Einnahmen zur Verfügung stehen", sagte Haider. Dezidiert sprach er sich gegen eine Einstellung der TV-Sendung "Kärnten heute" am Wochenende aus. Medienberichten zufolge gibt es im ORF derzeit Überlegungen, im Zuge des neuen Programmschemas die Sendung "Bundesland heute" am Wochenende wieder als Gemeinschaftsproduktion der Landesstudios auszustrahlen. (APA)

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