New Yorker Polizeianwärter wegen Bart und Turban gefeuert

11. Juni 2002, 13:42
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Gläubiger Sikh verklagt Stadt

Er wollte sich nicht rasieren, seine langen Haare nicht schneiden und seinen Turban nicht gegen die Dienstmütze tauschen: In New York ist ein streng gläubiger Sikh als Polizeianwärter gefeuert worden. Nun hat der 25-jährige Amric Singh Rathour die Stadt verklagt.

Verstoß gegen Chancengleichheit

Dass ihm auf der Polizeischule die Zeichen seiner mehr als 500 Jahre alten indischen Religion genommen werden sollten, verstoße gegen die Gesetze über Chancengleichheit, erklärte der Sikh nach Medienberichten vom Dienstag. In einer weltoffenen Stadt wie New York müsse es möglich sein, dass auch ein Polizist seine Haare endlos wachsen lasse, erst recht, wenn seine Religion dies vorschreibe. Statt einer Entschädigung verlangt er die Wiedereinstellung. (APA/dpa)

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