Grenzüberschreitendes Pilotprojekt

12. Juni 2002, 14:55
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Kooperation der Arbeitsämter der Steiermark und Sloweniens - Ausbildungen im Bereich Thermentourismus

Graz - Im slowenisch-steirischen Grenzgebiet wurde erstmals eine grenzüberschreitende Initiative zur Berufsqualifizierung gestartet.

An dem Projekt nehmen sowohl Arbeitslose aus der Steiermark als auch aus Slowenien teil, im Mittelpunkt steht die Weiterbildung im Bereich des Thermentourismus. Dies erklärte Heinz Moderegger, AMS-Beauftragter für transnationale Beziehungen, im Gespräch mit der APA.

Es gibt zwei Ausbildungsschienen, diese widmen sich sowohl der Weiterqualifizierung von Rezeptionisten zu Infomanagern im Wellnessbereich als auch der Spezialisierung von klassischen Masseuren. Beide wurden als Pilotprojekt gestartet.

Durch die Vielfalt der Angebote im Bereich von Spezialmassagen, -packungen und -bädern wird es immer schwieriger sich bei der Planung eines Thermenurlaubs zurechtzufinden.

"Bio Vital Manager"

Was verbirgt sich hinter den Angeboten, die allesamt eine Steigerung des Wohlbefindens versprechen? "Informieren kann nur, wer selbst bestens unterrichtet ist", so Moderegger, der gemeinsam mit seinen slowenischen Arbeitskollegen die Ausbildung zum "Bio Vital Manager" konzipiert hat. Ziel der Maßnahme, die durch Mittel des europäischen Grenzförderungsprogrammes Interreg III A und des Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit ermöglicht wird, war es, fundiertes Wellness-Fachwissen weiterzugeben und so qualifizierte Informationskräfte auszubilden.

"Die Informationskräfte wurden umfassend über das international gängige Angebot im Wellnessbereich unterrichtet", so Moderegger. Dabei haben die Teilnehmer in den vergangenen fünf Monaten die überwiegend alternativen Anwendungen in den steirischen und slowenischen Thermalanlagen am eigenen Leib erfahren. Zusätzlich mussten Sprachkurse und Kommunikationsmodule absolviert werden.

Die Ausbildung wurde vor zwei Wochen abgeschlossen: "Bisher heben bereits 50 Prozent der Teilnehmer eine Anstellung gefunden", so Moderegger. Nun soll das Qualifizierungsprojekt weitergeführt werden: "Wir werden allerdings eher dazu übergehen, die Ausbildung als Weiterqualifizierungsangebot für Beschäftigte anzubieten", meint der AMS-Sprecher. Das heißt, dass in Zukunft die Betriebe ein Drittel der Kosten selbst tragen müssen.

"Bio Vital Operator"

Das zweite Ausbildungsprojekt "Bio Vital Operator" richtet sich auf die Weiterbildung von Heilmasseuren. Neben der klassischen Massage hat eine Vielzahl von Spezialanwendungen den Kurmarkt erobert. Dazu gehören beispielsweise auch Lomi Lomi Nui (eine hawaiianische Massagetechnik), Tui Na (eine manuelle Therapie der traditionellen Chinesischen Medizin) oder Tugu Naxin (eine Methode der relaxenden Tiefenentspannung in leichter Hypnose). Sie sind Teil des grenzüberschreitenden Ausbildungsmoduls, das noch bis Herbst dieses Jahres läuft. (APA/red)

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