US-Studie: "Tunnelblick" beim Telefonieren im Auto

11. Juni 2002, 13:14
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Nachdenken beim Sprechen beansprucht einen Teil der Konzentration

Wer im Auto mit dem Handy telefoniert, bekommt einen "Tunnelblick". Das haben Forscher der Universität von Rhode Island in Kingston (US-Bunesstaat Rhode Island) herausgefunden. Das Telefon am Ohr verengt das Gesichtsfeld aber nicht allein, berichtete eine Gruppe um den Psychologie-Professor Jerry Cohen. Vielmehr beanspruche vor allem das Nachdenken beim Sprechen einen Teil der Konzentration.

Nachverfolgt

Die Wissenschafter setzten den freiwilligen Probanden einen speziellen Helm auf, der die Augenbewegung der Versuchspersonen mit Kameras analysierte. Dabei stellte sich heraus, dass Kopfrechnen, die Erinnerung an eine Liste von Gegenständen und eben das Telefonieren einen "Tunnelblick" zur Folge hatten. Dieser hielt sogar nach dem Auflegen an, berichten die Forscher. Vermutlich dächten die Fahrer noch über das Gespräch nach.

Zonen

Daher fordert Cohens Kollege Manbir Sodhi Handy-freie Zonen. Auf "verstopften, nassen und kurvenreichen" Straßen sollte das Telefonieren verboten, auf "flacher, trockener, freier Strecke bei ruhigem Verkehr" hingegen erlaubt werden. (APA)

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