Online-Vermarkter gründen paneuropäische Organisation

11. Juni 2002, 12:07
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EIAA will Online-Werbemarkt entwicklen

Eine Gruppe führender Online-Vermarkter hat sich zu einem neuen europäischen Industrieverband zusammengeschlossen: Die European Interactive Advertising Association (EIAA) will als wichtigstes Ziel den europäischen Online-Werbemarkt entwicklen, "indem die Bedeutung des Mediums Internet und die Wertschätzung für die Online-Werbung gefördert wird", heißt es in einer Aussendung. Den Vorsitz der EIAA übernimmt Michael Kleindl, CEO der Adlink Internet Media. Außerdem vertreten in der EIAA sind AOL Europe, IP-Web.Net (ein Mitglied der RTL Group), Lycos Europe, MSN Europe, Tiscali, T-Online International sowie Yahoo Europe.

Zuwendung

Die EIAA will sich "relevanter paneuropäischer Themen wie der Werbewirkung, neuer Werbeformate, Targeting-Möglichkeiten, der Standardisierung der Reichweitenmessung oder der Formulierung allgemeiner Geschäftsbedingungen beim Mediaverkauf annehmen". Damit soll der Anteil der Online-Werbung am Gesamtwerbevolumen erhöht sowie die Rolle der Online-Werbung im traditionellen Mediageschäft gestärkt werden.

Feste Größe

"Die Reichweite und die Nutzung des Internets hat die kritische Masse erreicht, um einen festen Platz im Mediamix zu rechtfertigen", so EIAA-Vorsitzender Kleindl. Die EIAA habe die "einzigartige Chance, den Online-Werbemarkt voran zu bringen". Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts Jupiter Media Metrix wird der europäische Gesamtwerbemarkt 2002 ein Volumen von rund 1,19 Milliarden Euro haben und bis 2007 auf 3,6 Milliarden Euro ansteigen.

Kernbereich

Als eine wichtige Aufgabe sieht die EIAA "fundierte und wegweisende Projekte zur Werbewirkungsforschung". In einer ersten Studie untersuche sie "die relativen Stärken und Schwächen verschiedener Medien als Belegungsplattform aus Sicht der Werbungtreibenden". Dabei gehe es insbesondere um einen Vergleich der Wirkung von Kampagnen mit verschiedenen Belegungsstrategien bzw. Crossmedia-Effekten (z.B. "Fernsehen und Internet" versus "nur Fernsehen"). Mit der Durchführung der Studie in Großbritannien, Frankreich und Deutschland wurde die Marktforschungsgesellschaft NFO Infratest beauftragt. (pte)

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