Feuergefechte sorgen für anhaltende Spannung

12. Juni 2002, 10:14
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Granatwerfer und Maschinengewehre im Einsatz

Jammu - Mit Feuergefechten haben Indien und Pakistan am Mittwoch die Spannungen an der Waffenstillstandslinie in Kaschmir aufrecht erhalten. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hält sich seit Dienstag in Indien auf und will auch noch Pakistan besuchen, um Entspannung im Konflikt um die Himalaya-Region zu vermitteln.

Beide Armeen hätten sich mit Granatwerfern und schweren Maschinengewehren beschossen, verlautete von indischer Seite in Jammu, der Hauptstadt des indischen Bundeslandes Jammu und Kaschmir. Die Gefechte gehörten zur Routine. Berichte über Verluste gebe es nicht.

Auf der pakistanischen Seite, in der Grenzstadt Sialkot, wurde mitgeteilt, ein Polizist habe schwere Verletzungen erlitten. Indische Granaten seien auch in, allerdings evakuierten, Dörfer eingeschlagen.

Der Streit um Kaschmir eskalierte in den vergangenen 50 Jahren bereits zwei Mal zum Krieg. Die Gefahr, die von ihm ausgeht, ist größer geworden, weil beide Staaten inzwischen über Kernwaffen verfügen.

Die neue Runde der Konfrontation begann im Dezember mit dem Überfall angeblicher Moslem-Extremisten aus Pakistan auf das indische Bundesparlament in Neu-Delhi. Seither haben Indien und Pakistan fast eine Million Soldaten entlang der Waffenstillstandslinie und der internationalen Grenze zusammengezogen. Schusswechsel gehören zum Alltag.(APA/Reuters)

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