Malta - Studierinsel im Mittelmeer

11. Juni 2002, 11:01
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Die Insel gilt unter Lernwilligen als begehrtes Ziel für englische Sprachferien

St. Julian/Valetta - Malta wird zunehmend zur Lerninsel: Alleine ins "Sprachcaffè" in St. Julian kommen jährlich 4000, die ihre Englischkenntnisse auffrischen wollen, berichtet Studiengangsleiter Greg Burell: "Der Markt für Sprachferien schaut weiterhin sehr gut aus."

In St. Julian und im benachbarten Sliema eröffnet jedes Jahr eine neue Sprachschule. Im Telefonbuch sind alleine in diesen beiden kleinen Touristenzentren zehn Sprachinstitute angeführt. Die kleineren bieten allerdings nur in den Sommermonaten Kurse an. Für Greg Burell gibt es mehrere Gründe, warum immer mehr Lernhungrige nach Malta kommen: Da ist zum einen das milde Klima auf der Mittelmeerinsel, zudem, meint der gebürtige Amerikaner, sei man in Malta "viel billiger und freundlicher als in Großbritannien". Nach den Terroranschlägen vom 11. September würden Lernwillige außerdem das sichere Malta den USA und Großbritannien vorziehen.

Die meisten Sprachurlauber kommen aus Deutschland, Italien, Schweden und den Niederlanden. Zunehmend interessieren sich auch Tschechen, Ungarn, Polen oder Russen für Englisch. Studenten aus Moskau haben einen ganz pragmatischen Grund, warum sie Malta als Kursort wählen: Für den Inselstaat gibt es anstandslos die Einreisegenehmigung, für die USA und England nicht. (DER STANDARD, Printausgabe, aw)

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