Hongkong bestraft Spucken

11. Juni 2002, 10:01
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Beamter kassierte Schläge statt Geldbuße

Hongkong - Mit einem Schlag ins Gesicht hat sich ein Fahrradbote in Hongkong gegen einen Beamten zur Wehr gesetzt, der ihm eine Strafe für Spucken aufbrummen wollte. Der Kontrolleur von der Gewerbeaufsicht hatte nach einem Bericht der "South China Morning Post" vom Dienstag versucht, eine Strafe in Höhe von 600 Hongkong Dollar (81 Euro) zu verhängen. Der etwa 50-jährige "Spucker" habe aber plötzlich zugeschlagen, sein Fahrrad zurückgelassen und sei zu Fuß geflohen.

Montag war der erste Tag, an dem ein neuer Straf-Katalog für Hongkonger gilt, die Abfälle oder Zigarettenstummel auf die Straße werfen, spucken, ungenehmigte Anschläge anbringen oder deren Hunde auf die Straße machen. Mehr als 10.000 Beamte verschiedener Behörden sind geschult und beauftragt worden, die neuen Vorschriften durchzusetzen. Bis Montagnachmittag waren 45 Strafzettel ausgefüllt worden, darunter 27 für Zigarettenstummel.(APA)

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