Genentech muss Schadenersatz zahlen

11. Juni 2002, 09:50
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300 Millionen Dollar - US-Biotech-Firma hatte keine Lizenzgebühren für Herstellung von Arzneimitteln entrichtet

Los Angeles - Ein US-Gericht in Los Angeles hat den amerikanischen Biotechnologie-Konzern Genentech zu Schadensersatzleistungen in Höhe von 300 Millionen Dollar (317 Mill. Euro) an ein Krebszentrum verurteilt. Grund dafür waren Lizenzgebühren, die das Unternehmen nicht bezahlt hat. Genentech hätte die Gebühren auf patentierte Methoden zur Herstellung von Insulin, Wachstumshormonen und anderer Arzneistoffe zahlen müssen. Nach Angaben des Gerichts soll das noch ausstehende strafrechtliche Verfahren am nächsten Montag beginnen.

Das Krebszentrum "Stadt der Hoffnung" hatte Schadensersatzforderungen von über 457 Millionen Dollar einklagen wollen. Es hatte 1999 Klage wegen ausstehender Lizenzgebühren für Forschungsergebnisse aus den 70er Jahren eingereicht. Genentech teilte mit, man sei enttäuscht über das Urteil. Solange das Verfahren aber noch nicht abgeschlossen sei, werde man sich über ein mögliches Berufungsverfahren nicht äußern.(APA/sda)

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