"Ästhetik des Widerstands"

11. Juni 2002, 20:13
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Harun Farocki erhält Peter-Weiss-Preis

Bochum - Der Experimental- und Dokumentarfilmer Harun Farocki erhält in diesem Jahr den mit knapp 12.800 Euro dotierten Peter-Weiss-Preis der Stadt Bochum. Farockis Schaffen stelle eine "Ästhetik des Widerstands" dar, die den Stellenwert technischer Bilder in unserer Gesellschaft hinterfrage, erklärte die Jury in Bochum. Die Verleihung des Kulturpreises an Farocki sei ein Signal zur Stärkung experimenteller und dokumentarischer Filmarbeit. Der 58-Jährige hatte 1994 bereits den Adolf-Grimme-Preis erhalten.

Die Auszeichnung ist benannt nach dem Autor, Maler und Graphiker Peter Weiss (1916-1982), der wegen seiner jüdischen Herkunft in der Nazizeit emigrieren musste. (APA/dpa)

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