Auf der Rolltreppe zum Wahrzeichen

10. Juni 2002, 16:30
posten

Spatenstich zum Hans Hollein Projekt an der Albertina

Wien - Zum feierlichen Spatenstich für das von Hans Hollein entworfene Projekt "Soravia-Wing" lud am Montag Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder. Gemeinsam mit ihm und dem Architekten gruben die für Museen zuständige Bildungsministerin Elisabeth Gehrer, Vizebürgermeister Sepp Rieder, der Bezirksvorsteher des ersten Bezirks Franz Grundwalt sowie die Sponsoren Erwin und Hanno Soravia das erste Loch in den Boden der Bastei. Der "Soravia-Wing"-Komplex soll aus einem Titan-Flügel, einer Rolltreppe und einem Glaslift bestehen. Die generalsanierte Albertina soll am 17. März 2003 wieder eröffnet werden.

Bis jetzt unsichtbare Baustelle

Schröder wollte mit dieser Aktion ein "öffentliches Zeichen setzen, da bis jetzt die Arbeit unsichtbar war, obwohl schon so viel geschehen ist". Er verwies auf den bereits festiggestellten Tiefspeicher, die zur Hälfte renovierten Prunkräume und die abgeschlossenen Vorarbeiten für das Restaurant und den Museums-Shop. Zudem solle der "Soravia-Wing" das Wahrzeichen der Albertina werden und den Albertinaplatz wieder zu einem städtebaulich bedeutenden Ort machen.

Stolz auf Private-Public-Partnership

Bildungsministerin Gehrer wies auf die Besonderheit der Finanzierung des Albertina-Umbaus hin: erstmalig hätten sich Bund, Stadt Wien und private Sponsoren an einem solchen Projekt beteiligt. "So leicht wird es in Zukunft sicher nicht immer gehen, dass die Stadt Wien sich beteiligen kann", dämmte Rieder den diesbezüglichen Enthusiasmus Gehrers etwas. "Aber dank des erfolgreichen Systems von Private-Public-Partnership hat das funktioniert". Sponsor Erwin Soravia appellierte in seiner Ansprache an die Politik, "endlich etwas zu tun, um Sponsoring steuerlich zu erleichtern". (APA)

Share if you care.