Vergebliches Warten auf Maradona

10. Juni 2002, 15:21
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Der Argentinier schrieb einen bescheidenen "Brief von Gott" an die Nationalmannschaft

Naraha/Japan - Argentiniens WM-Delegation wartete vergeblich auf die Ankunft von "Heilsbringer" Diego Maradona. Der einstige Weltstar, der trotz diverser Drogen-Delikte per Sondergenehmigung nach Japan einreisen darf, traf am Montag nicht wie erwartet im Trainingscamp der "Gauchos" in Naraha ein. Stattdessen schrieb der 41-Jährige einen offenen Brief an seine Erben, den Argentiniens einzige Sportzeitung "Ole" unter dem Titel "Brief von Gott" abdruckte.

"Ich bin bei Euch. Argentinien braucht Euch und hat großes Vertrauen in Euch. Ich weiß, dass Ihr unsere blau-weiße Flagge hochhalten werdet wie ich es einst getan habe", schrieb Maradona und ließ das aktuelle WM-Personal wissen: "Ich werde Euch nie verlassen." Maradona machte in seiner Wahlheimat Kuba keine Angaben, ob und wann er ins WM-Gastgeberland reisen wird.

Am Mittwoch trifft Argentinien in Miyagi im entscheidenden letzten Gruppenspiel auf Schweden und benötigt einen Sieg zum Weiterkommen. Trainer Marcelo Bielsa machte am Montag im Trainingscamp alle Schotten dicht. Der 46 Jahre alte Coach ließ unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainieren und untersagte auch alle Medienkontakte.(APA/dpa)

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