Die Kurve gekriegt

10. Juni 2002, 16:12
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Niedermeyer Augenoptik schafft Zwangsausgleich mit neuem Investor

Wien - Der Zwangsausgleich der Niedermeyer Augenoptik-Kette steht. Gelungen ist dies mit Hilfe einer kleinen deutschen Optikkette im Besitz von Rolf Schneider, die die Niedermeyer Augenoptik zu 100 Prozent übernimmt und die 10 Prozent Barquote von 450.000 Euro binnen 14 Tagen beim Masseverwalter hinterlegt. Das wurde bei der heutigen Tagsatzung beschlossen.

Ausgeschüttet wird die Barquote voraussichtlich im August, sobald der Ausgleich rechtskräftig ist. Weitere 5 Prozent werden binnen einen Jahres fällig, die restlichen 5 Prozent binnen 2 Jahren. Die deutsche Kette verfügt laut ersten Informationen über 19 Filialen im Raum Frankfurt.

4,5 Millionen Euro Forderungen

Ohne den Einstieg des deutschen Unternehmers wäre der Zwangsausgleich nicht zu schaffen gewesen, hieß es heute vom KSV. Das Unternehmen habe nur noch kostendeckend gearbeitet. Die anerkannten Forderungen belaufen sich auf 4,5 Mill. Euro.

Die Niedermeyer Augenoptik hat nach den Schließungen der meisten Shop-in-Shop-Filialen - 2 werden noch bis Jahresende geschlossen - über 34 Filialen und beschäftigt rund 120 Mitarbeiter.

Rolf Schneider will nach ersten Informationen Namen und Filialen erhalten und das Unternehmen als kleine schlagkräftige Kette führen. Auch in Deutschland tritt der Optiker unter verschiedenen Namen, darunter Schneider, Gravius und Aktiv Optik auf, wobei einige Filialen große Optik-Stores mit bis zu 15 Mitarbeitern sind. (APA)

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