Tiroler ÖVP fixiert Landeshauptmann-Wechsel

10. Juni 2002, 14:54
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Parteiobmann Herwig van Staa (re.) folgt noch heuer Wendelin Weingartner - "Kleinkarierte Personaldiskussion" soll vermieden werden

Innsbruck - Die seit Monaten andauernde Diskussion um den Zeitpunkt der Amtsübergabe von Landeshauptmann Wendelin Weingartner an seinen Nachfolger, Parteiobmann Herwig van Staa, ist am Montag beendet worden. Innsbrucks Bürgermeister Van Staa soll noch im Herbst dieses Jahres den Landeshauptmann-Sessel übernehmen. Dies gaben Weingartner und Van Staa in einer gemeinsamen Erklärung vor Medienvertretern nach einer Sitzung des Parteivorstandes am frühen Nachmittag bekannt.

Genaues Datum noch nicht bekannt

Das genaue Datum für die Amtsübergabe stehe vorerst nicht fest, betonten Weingartner und Van Staa. Dieses müsse noch fixiert werden. Mit einem Landeshauptmannwechsel im Herbst wolle man einer "kleinkarierten Personaldiskussion" am Parteitag (22. Juni) zuvorkommen, sagte Weingartner.

Es habe sich Montag auch um kein "Aha-Erlebnis" beim Parteivorstand gehandelt, da der Herbsttermin schon zu Fronleichnam in einem internen Gespräch zwischen dem Landeshauptmann und seinem Nachfolger vereinbart worden sei, erklärte Weingartner. Sein Rückzug aus der Politik sei bereits Bestandteil seiner "persönlichen Lebensplanung" gewesen.

Van Staa hofft auf doppelt so viele Mandate

Spekulationen über ein genaues Wahlziel wollte der künftige Landeshauptmann nicht abgeben. Er hoffe aber auf ein "achtbares" Ergebnis und doppelt so viele Mandate, wie die nächst stärkere Partei. Mit Konkurrenz aus dem eigenen Langer (wie AK-Chef Fritz Dinkhauser) rechne er nicht, da er davon aus gehe, dass die VP geschlossen in die Wahl gehen werde.

Gegenüber dem jetzigen Regierungspartner SPÖ wolle sich Van Staa koalitionstreu zeigen. Was Weingartner oder LHStv. und Ex-Parteiobmann Ferdinand Eberle der SP zugesagt hätten, gelte auch für ihn in dieser Koalitionsperiode, betonte Van Staa. Wenn SP-Obmann Hannes Gschwentner andere Positionen, als der kurz zuvor abgelöste Ex-SP-Chef Herbert Prock vertrete, so sei dies auszudiskutieren.(APA)

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