Porsche-Ergebnis famos

10. Juni 2002, 13:01
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Cayenne-Boom erwartet - Höchster Auftragsbestand in der Unternehmensgeschichte im Geschäftsjahr 2001/2002

Rom/Stuttgart - Der Sportwagenhersteller Porsche fährt weiter auf der Überholspur. Kurz vor Ende des Geschäftsjahres 2001/2002 (31. Juli) geht der Stuttgarter Autobauer offensichtlich von einem sehr guten Gewinn aus. Mit dem Ergebnis, das sich abzeichnet, sind wir mehr als zufrieden, sagte Vorstandschef Wendelin Wiedeking am Sonntagabend bei einer Fahrzeugpräsentation in Rom.

Nähere Einzelheiten wollte er nicht nennen, betonte aber: "Unser Ziel, einen Umsatz und ein Vorsteuerergebnis zumindest auf Vorjahreshöhe ausweisen zu können, werden wir auf jeden Fall erreichen. Wenn ich mindestens sage, meine ich mindestens," ergänzte Wiedeking. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Porsche mit 4,4 Mrd. Euro Umsatz und 592,4 Mill. Euro Vorsteuergewinn Rekordzahlen vorgelegt.

Auftragsbestand einzigartig

Zu dem Optimismus trage maßgeblich bei, dass die Dr. Ing. h.c.F. Porsche AG aktuell den höchsten Auftragsbestand in der Unternehmensgeschichte verzeichne. Laut Wiedeking sieht auch die weitere Entwicklung vielversprechend aus, weil der Cayenne bereits in den Startlöchern stehe. Porsche rechnet für den sportlichen Geländewagen, der im Dezember auf den Markt kommt, mit einem Boom. Die Nachfrage am Markt ist im Moment unglaublich, sagte Wiedeking der dpa. Dass es fast 90.000 Bestellungen gebe, wie das Fachblatt auto motor und sport berichtet hatte, wollte der Autoboss zwar so nicht bestätigen, sagte aber, konkrete Kundenanfragen in dieser Höhe gebe es.

Porsche war ursprünglich von einer Produktion von 25.000 Cayenne pro Jahr ausgegangen. Die neue Fabrik in Leipzig, die am 20. August eröffnet wird, ist aber größer ausgelegt. Ob der neue Supersportwagen Carrera GT auch in Leipzig oder im Stammwerk Zuffenhausen gebaut wird, sei noch nicht entschieden. Laut Wiedeking werden wegen des großen Kundeninteresses mehr als die geplanten 1.000 Exemplare des zwischen 350.000 und 400.000 Euro teuren Renners gebaut.

Noch nicht entschieden ist auch, ob Porsche an die New Yorker Börse geht. Ein entsprechendes Angebot liegt seit längerem vor. "Ich gebe zu, es hat Reize, die Frankfurter zu ärgern", meinte Wiedeking. Porsche war 2001 im Krach mit der Frankfurter Börse aus dem Börsensegment M-Dax ausgeschlossen worden, weil sich der Sportwagenbauer weigerte, Quartalszahlen zu veröffentlichen. Über eine vierte Baureihe von Porsche wird laut Wiedeking vom Vorstand erst Mitte 2003 entschieden. (APA)

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