Lunacek sieht Gefahr der Re-Nationalisierung

10. Juni 2002, 12:10
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Österreichs Grüne befürchten durch weiteren Rechtsruck Behinderungen im EU-Reformprozess

Wien - Mit "äußerstem Bedauern" haben Österreichs Grüne das Ergebnis des ersten Wahldurchgangs bei den Parlamentswahlen in Frankreich kommentiert. "Mit dieser Wahl hat es in der Europäischen Union leider einen weiteren Rechtsruck gegeben", erkläre die außenpolitische Sprecherin der Grünen, Ulrike Lunacek, am Montag in einer ersten Reaktion gegenüber der APA. "Das bedeutet eine Re-Nationalisierung auch in Frankreich, und das birgt gewisse Gefahren in sich. Ich befürchte, dass damit die Arbeit im EU-Reformkonvent verzögert und behindert werden könnte, weil Nationalismen wieder mehr Raum bekommen könnten."

Kritik übte Lunacek aber auch an der Linken in Frankreich. Sie habe es nicht geschafft, die Franzosen zur massiven Wahlteilnahme zu bewegen. "Hier hat ein überzeugendes gemeinsames Vorgehen der Linken eindeutig gefehlt", kommentierte Lunacek. (APA)

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