Petrovic attestiert Regierung "Back-Flash-Politik"

11. Juni 2002, 13:35
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Bundesfrauenkonferenz in Salzburg - Rauch-Kallat verweist auf Abfertigung neu

Wien/Salzburg - Mit der Frauenpolitik der schwarz-blauen Regierung scharf ins Gericht gegangen ist die Bundesfrauenkonferenz der Grünen bei ihrer Tagung in Salzburg. Frauenpolitik existiere derzeit nicht, "längst vergessen geglaubte Frauenbilder haben Blau und Schwarz aus der Mottenkiste gekramt", kritisierte Frauensprecherin Madeleine Petrovic. "Zweieinhalb Jahre Blauschwarz sind mehr als genug, nicht nur, aber insbesondere aus frauenpolitischer Sicht", meinte sie am Sonntag in einer Aussendung.

Petrovic attestierte der Regierung eine "Back-flash-Politik". Markante Punkte dieser Politik seien das systematische finanzielle Ausbluten von Frauenprojekte und die Degradierung von Frauen zu Dazuverdienerinnen - und der "infame Versuch seitens der Männerabteilung von Minister Haupt, Männer als Opfer feministischer Politik dazustellen". Die Grüne Bundesfrauenkonferenz tagte am Freitag und Samstag.

"Kindergeld und Abfertigung neu sind Frauenpolitik"

ÖVP-Generalsekretärin Maria Rauch-Kallat reagierte am Sonntag auf die Kritik der Grünen Frauensprecherin Madeleine Petrovic: "Diese Regierung tut wirklich etwas für die Frauen", meinte sie unter Hinweis auf Kindergeld und die Abfertigung Neu. Letztere komme nämlich vor allem den Frauen zugute, von denen viele auf Grund zu kurzer Arbeitsverhältnisse bisher keine Abfertigung bekommen hätten, so Rauch-Kallat. (APA)

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