"illbruck" triumphiert beim Ocean Race

10. Juni 2002, 08:39
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Erster deutscher Trimuph bei härtesten Segelrennen der Welt - vier von neun Etappen an Skipper Kostecki

Kiel - In einem Flautenpoker beim großen Finale hat die Leverkusener Rennyacht "illbruck" am Sonntag den ersten deutschen Gesamtsieg im Volvo Ocean Race fixiert. 123 Tage war das Team von US-Skipper John Kostecki im härtesten und schwersten Segelrennen der Welt seit dem Start am 23. September 2001 in Southampton auf hoher See unterwegs.

Platz zei auf letzter Etappe

Mit Platz zwei hinter der norwegischen "Djuice" auf der letzten der neun Etappen, die von Göteborg über die Ostsee nach Kiel führte, hielt die "illbruck" am Wochenende im Endspurt den einzig verbliebenen Siegeskonkurrenten, "Assa Abloy" aus Schweden, bei Schwachwind souverän in Schach. "Ein Traum ist wahr geworden", jubelte Schiffseigner Michael Illbruck, der rund 20 Millionen Euro in die Kampagne investiert hatte und für seinen Mut belohnt wurde. 50.000 Menschen feierten am Sonntag die stolzen Sieger überschwänglich.

Nur ein Deutscher an Bord

Das mit Segel-Profis aus fünf Ländern besetzte Boot schaffte auf den 32.700 Seemeilen - umgerechnet 60.560 km - in neun Etappen über vier Ozeane gleich vier Siege. "Das ist der helle Wahnsinn", jubelte der Münchner Tony Kolb, einziger deutscher Segler an Bord der grün-weißen High-Tech-Yacht, am Ende der langen Reise. (APA/dpa)

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