Hilfe nach Kaprun: Angehörige erhielten bisher 4,4 Millionen Euro

9. Juni 2002, 16:42
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Seelisches Schmerzensgeld für nahe Verwandte war bisher Neuland

Salzburg - Die Hinterbliebenen der Opfer der Kaprun-Katastrophe haben bisher rund 4,4 Millionen Euro an finanzieller Hilfe erhalten. Ausbezahlt wurde dieser Betrag von der Generali Versicherungs AG, bei der die Gletscherbahnen Kaprun AG Haftpflicht versichert ist. Der Großteil dieser Zahlungen seien Renten- und Unterhaltsleistungen, erklärte Josef Hlinka von der Generali auf Anfrage der APA.

Rund 2,18 Millionen Euro waren im Rahmen einer Soforthilfe noch vor der Klärung der Haftungsfrage ausbezahlt worden. Nachdem die Gletscherbahnen nach der Klärung der Unglücksursache die Haftung nach dem österreichischen Eisenbahn- und Kraftfahrzeugs-Haftpflichtgesetz anerkannt haben, ist die Soforthilfe in die laufende Erfüllung der Ansprüche der Hinterbliebenen übergegangen.

Neuland betrat man mit dem Angebot, nahen Verwandten der Opfer seelisches Schmerzensgeld auszuzahlen. Kinder, Eltern, Ehegatten und Lebensgefährten der verstorbenen Opfer können für psychische Beeinträchtigungen je 7.267 Euro in Anspruch nehmen. Bisher haben Hinterbliebene von 32 Opfern davon Gebrauch gemacht. Rund 460.000 Euro wurden unter diesem Titel ausbezahlt, sagte Hlinka. (APA)

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