Landesstudio Salzburg vor personellen Veränderungen

9. Juni 2002, 11:39
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Kutil wird abgelöst - Chefredakteursposten und Leiter für nicht aktuelle Fernsehprojekte werden ausgeschrieben

Im ORF Landesstudio Salzburg stehen personelle und organisatorische Veränderungen bevor: In der zweiten Führungsebene wird es künftig neben dem technischen und kaufmännischen Direktor einen Chefredakteur als Programmverantwortlichen für die journalistischen Inhalte sowie einen Programmdirektor geben. Das kündigte Landesdirektor Hubert Nowak am Freitagabend vor Journalisten an.

Kutil wird abgelöst

Der bisherige Chefredakteur des Aktuellen Dienstes für Radio und Fernsehen, Hans Kutil, wird abgelöst. Er leitete den Aktuellen Dienst 13 Jahre. Kutil sei ein "Top-Gestalter" und werde sich in Hinkunft verstärkt um Fernsehprojekte kümmern. Die Lösung erfolge in bestem Einvernehmen, sagte Nowak. Zwei Positionen werden ausgeschrieben: der Chefredakteur sowie der Leiter für nicht aktuelle Fernsehprojekte. Programmdirektorin wird Ilse Spadlinek, die schon bisher den Unterhaltungsbereich leitete.

Als Anforderungen für den künftigen Chefredakteur nannte Nowak Erfahrung, Kompetenz in Radio und Fernsehen sowie Kompetenz in Führungsfragen. Eine Entscheidung werde bis Mitte Juli fallen.

Abspecken

Das Programm von Radio Salzburg sei ein "durchgestyltes Flächenradio". Die interne Organisationsstruktur stelle aber immer noch auf das frühere Spartenradio ab, begründete Nowak die Änderungen: "Wir wollen schlanker werden."

Das Landesstudio werde seine Fernsehkompetenz stärken. Deshalb werde es einen eigenen Leiter für die nicht aktuellen Produktionen geben. Schon bisher kämen viele Produktionen aus Salzburg. Als Beispiele nannte Nowak "Klingendes Österreich", "Ins Land eini schaun" oder "Österreichbild am Sonntag". Unter dem Titel "Mensch und Heimat" werde eine Sendung für das Hauptabendprogramm angedacht, die neun Mal pro Jahr geplant sei. Überlegt werde auch eine Kulinarik-Leiste. Es gebe derzeit auch viele Ideen zu Fernsehserien, die in Salzburg spielen könnten.

Bis zum Herbst hofft Nowak auf einen Relaunch der Bundesländer-heute-Sendungen. Diese sollen ein neues Kleid bekommen, weil sie vor der erneuerten "Zeit im Bild" nicht mehr so modern wirken. (APA)

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