Hacker sollen Norwegens Geschichte "retten"

11. Juni 2002, 10:48
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Passwort für historische Datenbank gesucht – Systemadministrator hatte Geheimnis mit ins Grab genommen

Vor einigen Tagen musste ein norwegisches Museum über Inserate und Radioaufrufe dringend Hacker suchen lassen. Erfahrene Computer-Cracks sollten helfen, in einen Rechner eines norwegischen Museums, auf dem wichtige geschichtliche Daten liegen, einzudringen. Der Systemadministrator, der als Einziger das Passwort kannte, war nämlich kürzlich verstorben und hatte sein Passwort mit ins Grab genommen. (Der Webstandard berichtete).

Belohnung für Hacker

Die Ivar Aasen Sammlung umfasst über 14 000 Bücher, Zeitschriften und Sonderdrucke zu verschiedenen Themen, hauptsächlich Sprachwissenschaften, Geschichte und Literatur. Das Museum bot auf der Website als Preis für den richtigen Hack sogar einen Kurzurlaub während des "Norwegian Festival of Literature and Music", inklusive Flug und Hotel, an.

Über 100 Zusendungen

Mittlerweile bekam das Museum schon über 100 Zusendungen mit möglichen Passwörtern, erzählt Kirsti Langstøyl, Biblothekar des Ivar Aasen Centers. Ihmzufolge dürfte das Passwort "ladepujd", oder aber auch "maiendaiog" oder "vmaarett" lauten. Nun arbeitet der hausinterne Computerexperte an dem Fall - bald wird sich herausstellen, ob es sich um das richtige Passwort handelt. Dann wird auch der Gewinner des "Hackercontests" bekannt gegeben.

Glück oder IT-Wissen ?

Unklar bleibt bis dato, wie die möglichen Passwörter herausgefunden wurden. Entweder konnten die relevanten Dateien entschlüsselt werden oder es bestand eine Sicherheitslücke im Computersystem. Schließlich bleibt noch eine Möglichkeit – die Helfer haben einfach geraten.

Letzte Chance

Doch selbsternannte Hacker können sich immer noch nützlich machen, die nötigen Dateien, um da Passwort herauszufinden, können hier heruntergeladen werden, die möglichen Passwörter sollten an diese Adresse gesendet werden: password@aasentunet.no (red)

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