Leipzig: 2500 Neonazis marschieren gegen Wehrmachtsausstellung

8. Juni 2002, 21:11
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4000 Polizisten im Einsatz - Friedliche Gegendemonstration

Leipzig - Ohne Ausschreitungen sind in Leipzig zwei Neonazi-Kundgebungen gegen die Ausstellung über die Verbrechen der Deutschen Wehrmacht und Gegendemonstrationen verlaufen. Von kleinen Zwischenfällen abgesehen, habe die Polizei einen weitgehend reibungslosen und störungsfreien Ablauf sichern können, sagte Leipzigs Polizeisprecher Thorsten Dressler am Samstagabend. Rund 4000 Beamte von Polizei und Bundesgrenzschutz waren im Einsatz.

Leipzig war in knapp zehn Monaten zum vierten Mal Schauplatz von Neonazi-Aufmärschen. Nach Angaben von Polizeisprecherin Barbara Schunke gab es mehrere Festnahmen. Auf dem Gelände der Alten Messe, wo am Vormittag die Wehrmachtsausstellung des Hamburger Instituts für Sozialforschung eröffnet worden war, protestierten rund 800 Menschen friedlich gegen die Neonazis. Die Anhänger der NPD und des Hamburger Rechtsextremisten Christian Worch durften nur unter strengen Auflagen demonstrieren. Worch kündigte für Juli eine weitere Demonstration in Leipzig an. (APA/dpa)

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