Haider gegen politische Säuberungen bei der Gendarmerie

9. Juni 2002, 15:24
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Festakt zu 150 Jahre Gendarmerieposten Feldkirchen - Allianz in Kärnten gegen weiteren Kahlschlag durch die Zentralstellen

Klagenfurt - Im Zusammenhang mit Neuordnungen bei der Exekutive spricht sich der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (F) gegen "politische Säuberungen bei der Gendarmerie unter dem Vorwand der Strukturreform" aus. Die Gendarmerie sei ein über 153 Jahre "gewachsener Körper", den man nicht willkürlich umdirigieren dürfe, sagte er Freitag am Abend beim Festakt 150 Jahre Gendarmerie in Feldkirchen.

"Wir in Kärnten werden uns gegen den Zentralismus wehren", sagte Haider und schlug eine "Allianz aller Kräfte im Land gegen ungebührliche Ansinnen der Zentralstellen" vor. Es sei heute wichtiger denn je, dass "wir vor Ort eine gut funktionierende Exekutive vorfinden - mit gut ausgebildeten und motivierten Beamten". Bis jetzt sei es uns gelungen, einen Kahlschlag zu vermeiden. "Wir werden jedoch nicht müde werden, die Kärntner Interessen gegenüber Wien zu wahren", versprach der Landeshauptmann.

Am Hauptplatz der Kärntner Bezirksstadt wurde zugleich auch 150 Jahre Gendarmerieposten Feldkirchen gefeiert. Im Vorfeld war eine umfangreiche Präsentation der vielfältigen Arbeit des Exekutivkörpers (samt seiner technischen Ausrüstung) durch Landesgendarmeriekommandant Brigadier Willibald Liberda angesetzt. (APA)

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