Kosovo: 5000 Serben fordern Rückkehr in in ihre Häuser

8. Juni 2002, 15:37
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Demonstration in Kraljevo

Belgrad - Mehr als 5.000 Kosovo-Serben haben bei einer Protestkundgebung in der zentralserbischen Stadt Kraljevo die Belgrader Behörden und die UNO-Mission im Kosovo (UNMIK) aufgefordert, ihnen die Rückkehr in ihre früheren Heime in der unter internationaler Verwaltung stehenden südserbischen Provinz zu ermöglichen. Die von mehreren Flüchtlingsvereinigungen organisierte Kundgebung wurde anlässlich des dritten Jahrestages des Kumanovo-Abkommens abgehalten, bei das Ende der NATO-Luftangriffe gegen Jugoslawien ausgehandelt worden war.

Mit den abziehenden jugoslawischen Streitkräften waren im Juni 1999 vom Kosovo auch rund 250.000 Serben und Angehörig anderer Minderheiten in der Provinz geflüchtet. Bisher sind nach offiziellen Angaben der Belgrader Behörden nur etwa 150 Flüchtlinge zurückgekehrt. Die UNMIK schätzt die Zahl auf etwa 4.000. Eine massivere Rückkehr der Flüchtlinge, die in Serbien in äußerst schwierigen Verhältnissen, meist als Untermieter, leben, ist zunächst nicht in Sicht. Im Kosovo waren nach dem Abzug der jugoslawischen Sicherheitskräfte etwa 150.000 Serben geblieben. (APA)

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